Behauptung, Vorurteil:

"Die steigende Produktivität ist Schuld an der Massenarbeitslosigkeit...!"

 

Antwort:

Höhere Produktivität bedeutet mehr Wohlstand. Der technische Fortschritt beschert uns einen Lebensstandard, der vor 200 Jahren noch schier undenkbar schien.

Seit der Frühindustrialisierung gibt es aber auch "Maschinenstürmer", die den Schwund des Arbeitsaufwandes beklagen. Doch wie die Vergangenheit lehrt, hat die zunehmende Automatisierung wenig bis nichts mit der Massenarbeitslosigkeit zu schaffen.

Denn im Gleichschritt mit der Produktivität wachsen auch neue Begierden und Ansprüche. Welcher Normalbürger hat vor 30 Jahren schon von Handys, Computern, Navigationsgeräten und riesigen Flachbildschirmen geträumt?

Erst wenn die Wünsche der Bevölkerung flächendeckend gedeckt sind, könnte man von einer Marktsättigung sprechen (bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg).
In einem intakten, durch Zölle geschützten Binnenmarkt wäre aber auch das kein Problem: Man bräuchte dann nur im Einklang mit dem Produktivitätswachstum die allgemeine Arbeitszeit verkürzen.

 

Ausführlichere Abhandlungen:
"Reife Volkswirtschaften können kaum noch wachsen...!"
Gibt es tatsächlich eine allgemeine Marktsättigung?

 

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 © Manfred J. Müller, Flensburg

 


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