Behauptung,
Vorurteil: "Die
Kosten der Wiedervereinigung haben die Lohnsenkungen
herbeigeführt..." Antwort: Es
ist natürlich einfach und bequem, den Niedergang
Deutschlands mit den Kosten der Deutschen Einheit zu
rechtfertigen. Doch auch derlei Ausflüchte dienen der
Verschleierung und nicht der Wahrheitsfindung. Unbestreitbar
hat die Wiedervereinigung viel Geld verschlungen - aber sie
wirkte auch als gigantisches Konjunkturprogramm. Das
Wirtschaftswunder der BRD nach dem 2. Weltkrieg wird auch
heute noch gerne erklärt mit der einmaligen
Herausforderung nach der Stunde Null. Warum also soll der
Aufbau Ost nur Nachteile gebracht und den Wohlstandsabstieg
herbeigeführt haben? Außerdem:
Der Niedergang Westdeutschlands setzte bereits 10 Jahre
zuvor ein, nämlich um das Jahr 1980 (parallel mit dem
Abbau der Zollgrenzen). Und:
Auch in den anderen westlichen Ländern (ohne
Wiedervereinigung) gibt es diese Negativtrends. Selbst die
Supermacht USA muss inzwischen eingestehen, dass es ihrer
neuen Generation schlechter geht als der vorigen - obwohl
die USA nicht einmal wie Europa mit der Überalterung
der Gesellschaft zu kämpfen haben.
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Manfred Julius Müller analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a. die Trilogie "DAS KAPITAL".