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Die Lehren aus der Finanz- und Weltwirtschaftskrise
Was wird nach der Finanz- und Weltwirtschaftskrise sich ändern? Wird alles so bleiben wie bisher, nur dass im Finanzsektor die zuvor betriebene Deregulierung wieder zurückgefahren wird?
Braucht
der Kapitalismus mehr Regeln? Der kapitalistische Propagandaapparat befindet sich damit in einem Dilemma. In einer Weise will er den globalen Dumpingwettbewerb, der vielen Konzernen und Kapitalanlegern so viel Freude bereitet hat, um jeden Preis erhalten. Zum anderen erkennt man aber auch, dass die enttäuschte Öffentlichkeit nach einer Lösung schreit. Also was tun? |
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Der
Kluge verspricht und der Dumme freut sich... |
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Das
eigentliche Problem liegt derweil ganz
woanders... Um
ihre Pfründe nicht zu gefährden wird die
Kapitallobby vermelden, mit internationalen Regeln die
großen Verwerfungen und Ungleichheiten ausbügeln
zu können. Die Sonderstellung nimmt unser Land ein, weil weite Teile unserer politischen Eliten und Meinungsmacher auch 64 Jahre nach Kriegsende ihren Schuldkomplex nicht abgelegt haben. |
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Die
drei großen Lehren aus der Weltwirtschaftskrise... |
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1.
Der globale Dumpingwettbewerb dient nicht dem Wohle der
Menschheit! Die Lehre der Vernunft würde gebieten, den irrwitzigen Dumpingwettbewerb zu beenden (durch Anhebung der Zölle oder Erhöhung der Mehrwertsteuer bei gleichzeitiger Senkung der Lohnnebenkosten). |
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2.
Die Bestrafung der Arbeit unterjocht die Menschheit und ist
kontraproduktiv! Wohin führt dieser Unfug? Einerseits zu fatalen Fehlanreizen - es werden Maschinen gekauft, die sich nur deshalb rechnen, weil sie vom Staat gefördert und die Arbeitskosten im Gegenzug massiv verteuert werden. Andererseits sorgt diese gesteuerte Ineffizienz zu massiven Arbeitsplatzverlusten. Die künstlich forcierte Automatisierung ist nichts anderes als ein staatlich gefördertes Arbeitsvernichtungsprogramm. |
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3.
Eine starke Exportlastigkeit erweist sich für
größere Länder als Nachteil! Es ist doch vermessen zu sagen, unser Land profitiere vom Export, wo doch seit 30 Jahren trotz steter Produktivitätsverbesserungen die Löhne immer weiter sinken. Selbst der vermeintliche Nutzen aus den Billigimporten ist ein Trugschluss (Näheres...). Der "Exportweltmeister" Deutschland kann kaum etwas dagegen unternehmen, wenn die Absatzmärkte im Ausland in der Krise einbrechen. Trotzdem muss unser Land weiterhin alle wesentlichen Konsumgüter importieren, weil es die benötigten Handys, Computer, Haushaltsgeräte, die Bekleidung und Schuhe etc. gar nicht mehr selbst herstellen kann. Es fehlen inzwischen in fast allen Branchen nicht nur die Fabriken, es mangelt auch am Know-how. |
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Wird
man die Versäumnisse eingestehen? |
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Die
privaten Medien sind im Grunde nichts anderes als das
Sprachrohr des Kapitals... Erst wenn der Leidensdruck in unserem Land immens ist und selbst die Medien die Lage nicht mehr schönreden können wird man einlenken und kleine Zugeständnisse machen (hinsichtlich Protektionismus und Abbau der Lohnnebenkosten). Und dann werden sich wieder einige Journalisten in die erste Reihe stellen und so tun, als ob sie schon ewig derlei Reformen angemahnt hätten.
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Home (Eingangsseite www.weltwirtschaft-globalisierung.de) © Manfred J. Müller, Flensburg
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